Montag, 29. Juni 2015

Memmingen: Spatenstich für neues Parkhaus am Bahnhof gefeiert – Fertigstellung im Frühjahr 2016 erwartet

Memmingen: Spatenstich für neues Parkhaus am Bahnhof gefeiert – Fertigstellung im Frühjahr 2016 erwartet
Beim feierlichen Spatenstich (von links): Philipp Satzger von der Firma Goldbeck, Peter Domaschke, Leiter der Stadtwerke, Bürgermeisterin Margareta Böckh, Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, Architekt Manfred Ecks, Bürgermeister Werner Häring und Andrea Fischer von der Stadtinformation (Parkhausverwaltung). (Foto: Alexandra Wehr/Pressestelle der Stadt)
Rund 320 Stellplätze wird das neue Parkhaus am Bahnhof auf vier oberirdischen Ebenen bieten. Dazu zwei Ladesäulen für Elektroautos und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zur Deckung des laufenden Betriebsstroms und für die Elektrotankstellen. Auf der Freifläche südlich des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB), wo bislang ebenerdige Stellplätze waren, fand nun der feierliche Spatenstich statt. Der Standort für das neue Parkhaus sei am Bahnhof als der „Mobililtätszentrale der Stadt“ gut gewählt, betonte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger. Rund 4,45 Millionen Euro seien für das Bauprojekt veranschlagt.
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„Der Baubeginn hat sich etwas verzögert, weil es einige Schwierigkeiten gegeben hat“, erklärte Architekt Manfred Ecks. So habe sich die Verlegung einer elektrischen Leitung durch die Deutsche Bahn etwas länger als erwartet hingezogen. „Unter dem Grundstück verläuft auch ein Eisenbahnbach in einem gemauerten Gewölbe, wohl um das Jahr 1850 entstanden. Den Bachlauf mussten wir in alten Plänen suchen.“ Zudem sei der Baugrund durch Chloride, also Salze, belastet. „Um möglichst wenig Aushub entsorgen zu müssen, wendet die Firma Goldbeck ein Rüttelstoppverfahren an. Stahlrohre werden in den Grund gerüttelt, und der vorhandene Boden weicht aus“, erklärte Ecks. Wegen der Bombardierung des Bahnhofsgeländes im April 1945 müssten allerdings diese Stellen zuvor auf Blindgänger sondiert werden.
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„Das Parkhaus wird bequem zu befahren sein bei einer Neigung von nur acht Prozent in den Auf- bzw. Abfahrten. Der Gesetzgeber würde eine Neigung von 15 Prozent zulassen“, betonte der Architekt. Auf Anregung von Peter Domaschke, Leiter der Stadtwerke, als Vertreter des Bauherrn, seien die Fahrgassen in den Kurven auch breiter angelegt als ursprünglich geplant, was den Fahrkomfort erhöhe. „Es wird auch keine störenden Stützen geben im Bereich der Parkflächen“, erklärte Philipp Satzger von der Firma Goldbeck Süd GmbH (München), die das Parkhaus als Generalunternehmer bauen wird. Die ersten Autos sollen im Frühjahr 2016 im neuen Parkhaus am Bahnhof parken können.

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