Montag, 13. Juli 2015

Memmingen: Besuch in der Partnerstadt Lutherstadt Eisleben

Memmingen: Besuch in der Partnerstadt Lutherstadt Eisleben
Die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben Jutta Fischer, betreuende Lehrkraft Vöhlin-Gymnasium Maria Karl, Historiker Dr. Harmut Lauenroth, Hanna Schachenmayr, Jana Ruf, betreuende Lehrkraft Vöhlin-Gymnasium Andreas von Kietzell, Annalena Walz, Sarah Honold, Jonas Herrmann, Teresa Pfleger, 2. Bürgermeisterin Margareta Böckh und die Beauftragten für Städtepartnerschaften Alexandra Störl und Maria Hahn mit der vom Team des Vöhlin-Gymnasiums erstellten Gedenktafel für den ehemaligen Memminger Hautarzt Dr. Heinz Nöhricke (von links). Foto: Pressestelle Lutherstadt Eisleben.
Fünf Schülerinnen und ein Schüler des Vöhlin-Gymnasiums haben mit zwei Betreuungslehrern in Zusammenarbeit mit dem Martin-Luther-Gymnasium Eisleben die Lebensgeschichte des ehemaligen Memminger Hautarztes Dr. Heinz Nöhricke erforscht. Dazu gehörte neben der Auswertung von Quellentexten auch die Befragung von Zeitzeugen. Die jungen Leute machten sich mit Freude und Eifer im Rahmen eines außerunterrichtlichen Projektes an diese spannende Aufgabe. Nöhricke stammte aus Eisleben und war aufgrund eines willkürlichen Urteils für 10 Jahre in Wansleben am See inhaftiert worden. Zur Erinnerung an ihn und die weiteren Häftlinge wurden nun Gedenktafeln aufgestellt, welche die Eislebener Schülerinnen und Schüler erarbeitet und erstellt haben. 
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Das Memminger Vöhlin-Gymnasium lieferte als externen Beitrag die Gedenktafel zur Person des späteren Dermatologen Dr. Nöhricke. Auch die 2. Bürgermeisterin Margareta Böckh und die Beauftragte für Städtepartnerschaften, Alexandra Störl, reisten neben den Vertretern des Vöhlin-Gymnasiums zu der offiziellen Einweihung der Gedenkstätte in die Lutherstadt. Bürgermeisterin Böckh zeigte sich beeindruckt vom Engagement der jungen Leute. “Ich weiß, wie schwierig es ist, Schülerinnen und Schüler gerade in ihrer Freizeit für ein Projekt zu motivieren“, so die ehemalige Lehrerin und Schulleiterin. Dabei ging ihr Dank auch an die beiden Lehrkräfte Maria Karl und Andreas von Kietzell. In ihrem Grußwort appellierte die 2. Bürgermeisterin an die anwesenden Jugendlichen, dass so etwas nie mehr passieren dürfe. 
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„In Zeiten, in denen der Terror auch an unsere Tür klopft, ist es wichtiger denn je, seinem Gegenüber mit Respekt zu begegnen, Toleranz zu üben und das Gespräch zu suchen“. Für die beiden Lehrkräfte des Vöhlin-Gymnasiums, Andreas von Kietzell und Maria Karl sowie für die beiden Städtepartnerschafts-Beauftragten, Alexandra Störl und Maria Hahn, ist dieses Projekt ein weiterer Schritt, um der Städtepartnerschaft zwischen Memmingen und Eisleben auch in der jüngeren Generation neue Impulse zu verleihen. Burkhard Arnold, Schulleiter des Vöhlin-Gymnasiums, unterstützt diesen Austausch sehr: „Mein Wunsch ist der Beginn einer Schulpartnerschaft zwischen dem Martin-Luther-Gymnasium Eisleben und dem Memminger Vöhlin-Gymnasium“.

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