Samstag, 29. August 2015

ECDC Memmingen: Überraschungstransfer Jan Kouba wird ein Indianer - Johannes Scheitle fällt aus

ECDC Memmingen: Überraschungstransfer Jan Kouba wird ein Indianer - Johannes Scheitle fällt aus
Foto: privat
Überraschungstransfer: Jan Kouba wird ein Indianer, Johannes Scheitle fällt aus Memmingen (dan). Rund eine Woche vor Saisonstart kommt nochmals Bewegung in den Kader des Eishockey-Bayernligisten ECDC Memmingen. Obwohl die Planungen eigentlich abgeschlossen waren,  musste Obmann Sven Müller noch nachlegen: Weil Youngster Johannes Scheitle wegen einer Erkrankung länger ausfällt, bekommt Stürmer Jan Kouba seine Chance am Hühnerberg. Der 22-Jährige spielte zuletzt beim EHC Bayreuth in der Oberliga und kam in der Saison 2013/14 auf über 60 Spiele bei den Fischtown Pinguins in der DEL 2.  Eigentlich hatten sowohl Müller als auch Cheftrainer Alex Wedl fest mit Johannes Scheitle im Angriff geplant, doch wegen einer Erkrankung konnte der Mindelheimer kaum am Sommertraining teilnehmen und wird auch zum Saisonstart nicht zur Verfügung stehen. 
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„Johannes muss jetzt fit werden, seine Gesundheit hat Vorrang“, erklärt Obmann Müller, der dem 20-Jährigen auf jeden Fall den Platz im Indians-Kader freihalten will. „Wir lassen unsere Vereinbarung jetzt ruhen und schauen, wieviel Zeit er braucht. Wenn er das Signal gibt, gehört er wieder dazu.“ Den Indians fehlte damit aber ein junger, torgefährlicher Angreifer im ohnehin schmäler gewordenen Kader, deshalb nahm Müller nochmals die Gespräche mit dem Deutsch-Tschechen Jan Kouba auf. Kouba absolvierte bereits im vergangenen November ein Probetraining beim ECDC, wechselte dann aber zum Ligakonkurrenten EV Lindau. Bei den Islanders traf der junge Stürmer gleich im ersten Spiel gegen Landsberg, zog allerdings nach nur drei Partien weiter nach Bayreuth in die Oberliga und machte sich damit wenig Freunde am Bodensee. „Das lief alles nicht glücklich letzte Saison“, bestätigt auch ECDC-Sportchef Müller, der mit Kouba lange über diese Thematik sprach. „Jan weiß, dass er Fehler gemacht hat und sich jetzt alles erst wieder erarbeiten muss. Er muss Konstanz reinbekommen und sich über längere Zeit in der Bayernliga beweisen“, so Müller, der Kouba genau diese Chance geben will. 
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„Er ist ein junger Spieler und nach unseren Gesprächen hatte ich das Gefühl, dass er wirklich verstanden hat. Jetzt liegt es nur an ihm.“ Sportlich dürfte der 1.83 m große Linkschütze in jedem Fall eine Verstärkung darstellen. Nach seiner Eishockey-Ausbildung im tschechischen Liberec wechselte Kouba 2011 zum EV Landshut und kam in 28 Spielen auf 27 Punkte in der Deutschen Nachwuchsliga DNL. Im folgenden Jahr sammelte er im Breisgau beim EHC Freiburg erste Oberligaerfahrung und elf Punkte in 33 Spielen. Es folgte ein Jahr in Bremerhaven in der DEL2, vergangene Saison absolvierte Kouba ab Dezember dann noch 28 Partien (5 Punkte) für den EHC Bayreuth. Ab kommender Woche wird er nun gemeinsam mit seinen neuen Teamkollegen in Memmingen aufs Eis gehen und das Trikot mit der Nummer 93 tragen.  Die GEFRO-Indians starten am 6. September (18.30 Uhr) mit dem ersten Vorbereitungsspiel gegen Derby-Rivale Buchloe Pirates in die neue Eiszeit am Hühnerberg. Bereits einen Tag zuvor, am Samstag ab 10 Uhr, lädt der Verein zu einem großen Saisoneröffnungsfest mit Mannschaftsvorstellung vor der Memminger Eissporthalle ein. Alle Infos dazu folgen.

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