Freitag, 11. September 2015

Schulwegsicherheit geht uns alle an - Hinweise für Schulanfänger

Schulwegsicherheit geht uns alle an - Hinweise für Schulanfänger
Kinder sehen die Welt mit anderen Augen und aus einer anderen Perspektive. Sie denken und verhalten sich anders als Erwachsene. Darüber handeln sie manchmal spontan, impulsiv und für Erwachsene nicht immer nachvollziehbar. Mangels Erfahrung, können sie Gefahren – vor allem die des Straßenverkehrs – oftmals nicht exakt einschätzen. Aus diesem Grund intensivieren die Dienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zum ersten Schultag die Überwachung der Wege hinsichtlich der Schulwegsicherheit, und merken an, dass die Sicherheit des Schulweges im Polizeialltag einen hohen Stellenwert besitzt. Auch die Verkehrswachten, alle anderen beteiligten Institutionen, vor allem aber auch viele ehrenamtliche Helfer arbeiten engagiert an der Sicherheit der Schulanfänger, die einer besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme bedürfen. Hinweise der Polizei:
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Vorbildfunktion
Durch nachahmenswertes und rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr kann jeder recht einfach einen Teil zur Schulwegsicherheit beitragen. Für Kinder sind Erwachsene Vorbilder, von denen sie sich Verhaltensweisen abschauen.

Defensives Fahrverhalten
Rechnen Sie als Fahrzeugführer jederzeit mit kindlichen Fehlverhalten. Seien Sie bremsbereit und fahren Sie vorausschauend. Denken Sie bei Einmündungen an das Vorrecht von Fußgängern und Radfahrern.

Sicherheit durch Sichtbarkeit
Achten Sie auf helle Oberbekleidung Ihres Kindes mit reflektierenden Applikationen. Gerade in der dunklen Jahreszeit sind Fußgänger oft schwer zu erkennen, weshalb der Fachhandel beispielsweise für Schulranzen, Taschen oder Kleidungsstücke Reflektoren anbietet. Sie garantieren eine gute Erkennbarkeit, sind günstig im Erwerb und auch in kindgerechten Formen zu erhalten, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Eile verleitet zur Unachtsamkeit
Wecken Sie ihr Kind rechtzeitig und schicken Sie es zeitgerecht zur Schule. Zeitnot und Hetze führen zu falschem Verhalten und erhöhen das Unfallrisiko deutlich.
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Zu Fuß zur Schule - Schulweg üben
Wir empfehlen den Eltern, den Schulweg gemeinsam zu planen und mit kindgerechten Erklärungen zu üben. Zeigen Sie dabei mögliche Gefahren auf und erklären Sie diese. Seien Sie sich bewusst: Der kürzeste Weg ist nicht immer der Sicherste! Nutzen Sie die geschützten Querungshilfen wie Zebrastreifen, Verkehrsampeln oder Überwege. Idealerweise solche, an denen Schulweghelfer eingesetzt sind. Kinder bzw. die Eltern sollten sich für den gemeinsamen Schulweg zu Weggemeinschaften verabreden. Das entlastet die Eltern und der Weg in der Gruppe macht den Kindern deutlich mehr Spaß. Ansonsten ist die Begleitung durch erfahrene Schüler ein unschätzbarer Vorteil.

Mit dem Rad zur Schule
Schulanfänger sind noch nicht in der Lage den Anforderungen des Straßenverkehrs gerecht zu werden. Lassen Sie Ihr Kind deswegen erst nach bestandener Radfahrprüfung in der vierten Klasse und mit Helm mit dem Rad zur Schule fahren.

Mit dem Schulbus zur Schule
Oftmals kommt es während des Wartens auf den Bus aus Langeweile zum Spiel und zur Unachtsamkeit an der Haltestelle. Dies ist eine Gefahrenquelle, die Sie erklären können. Zeigen Sie auch auf, dass die Straße weder vor noch hinter dem Bus überquert werden darf, sondern erst dann, wenn der Bus weg gefahren und die Sicht wieder frei ist.

Mit dem Auto zur Schule
Kinder sollen nur auf der dem Verkehr abgewandten Seite ein- und aussteigen; halten Sie möglichst so, dass keine Fahrbahn überquert werden muss. Außerdem muss für Kinder die kleiner als 150 cm sind bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ein genehmigter und geeigneter Kindersitz benutzt werden. Stichwort Elterntaxi: Das Aufeinandertreffen einer Vielzahl von Fahrzeugen vor der Schule zu Schulbeginn birgt oftmals eine erhebliche Gefahrenquelle, da manchmal in zweiter- oder dritter Reihe und auf Gehwegen geparkt, und Verkehrsregeln missachtet werden. Kinder müssen daher unübersichtlich zwischen den Autos über die Straße huschen.
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Schwerpunktaktion zum Schulbeginn
Beamte aller Polizeidienststellen werden in den Aktionswochen (38. bis 40. Kalenderwoche) verstärkte Präsenz zeigen; Schwerpunktmäßig überwachen Sie dabei die Einhaltung der Geschwindigkeit, das Verhalten an Fußgängerüberwegen und Bushaltestellen entlang den Schulwegen. Bei festgestelltem Fehlverhalten weisen sie den Verantwortlichen darauf hin oder leiten entsprechende Verfahren ein.

Schulwegsicherheit geht uns alle an!
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West wünscht allen Schulanfängern und ihren Eltern einen guten und sicheren Start ins neue Schuljahr und einen unfallfreien Schulweg.

Ein abschließender Dank!
Nicht nur für die Polizei besitzt die Schulwegsicherheit einen hohen Stellenwert. Die Verkehrswachten, die Regierungen, Kreisverwaltungsbehörden und Kommunen, die Schulen und anderen Institutionen arbeiten regelmäßig miteinander, um Gefahrenpunkte zu erkennen und entschärfen. Vor allem aber mehrere hundert Ehrenamtliche, meist Eltern und Großeltern, setzen sich für die Sicherheit der Kinder ein, indem sie als Schulbusbegleiter, Schülerlotse und Schulweghelfer zur Verfügung stehen. Bei Ihnen möchte sich die Polizei ganz besonders bedanken!

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