Sonntag, 1. Mai 2016

Freinacht - Polizei zieht überwiegend positive Bilanz

Freinacht - Polizei zieht überwiegend positive Bilanz
Die Freinacht verlief aus polizeilicher Sicht im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West überwiegend positiv. Erwartungsgemäß war für die Kolleginnen und Kollegen ein erhöhtes Notruf- und Einsatzaufkommen zu bewältigen. In der vergangenen Nacht (19-07 Uhr) wurden bei der Einsatzzentrale in Kempten insgesamt 184 eingehende Notrufe registriert. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die ein deutlicher Rückgang (-23 Notrufe). Der Schwerpunkt des Notrufaufkommens lag in den Stunden von 21 bis 2 Uhr. Örtliche Schwerpunkte waren dabei nicht zu erkennen. Noch deutlicher fällt der Rückgang bei den Polizeieinsätzen mit Freinachtbezug aus. So mussten 35 Einsätze mit direktem Bezug zur Freinacht bewältigt werden. Dies stellt einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 33 Einsätze dar. 
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Die Mehrzahl der Einsätze wurde durch Sachbeschädigungen bzw. damit im Zusammenhang stehende Verhaltensweisen unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit verursacht. Mehrere Jugendliche wurden durch die Polizei ihrem Erziehungsbeauftragen übergeben. So musste im Bereich Türkheim gegen Mitternacht ein stark alkoholisiertes 14-jähriges Mädchen ihren Eltern übergeben werden, nachdem der Rettungsdienst die Untersuchung, des zunächst schlafenden Mädchens, abgeschlossen hatte. Zum Berichtszeitpunkt bildeten Körperverletzungen mit Bezug zur Freinacht die Ausnahme. Im Landkreis Neu-Ulm ereigneten beispielsweise zwei Einsätze auf Grund von körperlichen Auseinandersetzungen. In beiden Fällen war lediglich eine ambulante Versorgung von Verletzungen erforderlich. Das geringere Einsatzaufkommen in Verbindung mit einem erhöhten Kräfteansatz führte zu einer Vielzahl von Aufgriffen im Bereich des Straßenverkehrs. So wurden in der vergangenen 
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Nacht im Bereich der Polizeistation Senden sechs Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln festgestellt. Negative Höhepunkte der Mainacht bildeten Sachbeschädigungen durch Brandstiftungen. Im Bereich Türkheim wurden an einem Erdbeerfeld sechs Strohballen entzündet, was einen Einsatz der Feuerwehr zur Folge hatte. Des weiteren wurden von dem Tennisheim in Türkheim ein Müllbehältnis sowie ein Fahrrad angezündet. Ebenfalls Feuer legten Kinder im Alter von 9-13 Jahren gegen 20 Uhr an einem Altpapiercontainer in Illertissen. Aufmerksame Zeugen griffen sofort ein und löschten das Feuer noch bevor größerer Schaden entstand. Die Kinder wurden ihren Eltern übergeben. In Kempten musste die Polizei zu mehrere Einsätze bezüglich brennender Müllbehältnisse fahren. Hier entstand glücklicherweise jeweils kein Sachschaden. 
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Im Bereich der Polizeiinspektion Burgau verursachte eine 17-Jährige sehr hohen Sachschaden. Das Mädchen befand sich mit einer Gruppe von Jugendlichen unerlaubterweise auf dem Gelände der Realschule. Dort beschmierte das Mädchen das Gebäude und verursachte so einen Schaden in Höhe von rund 2.000 Euro. Trotz des erhöhten Einsatzaufkommens kann Seitens der Polizei ein bislang positives Fazit zur Freinacht gezogen werden. Der Vielzahl an Veranstaltungen wurde mit einem angepassten Kräfteansatz begegnet. Die überwiegend nasse und kalte Witterung dürfte mitursächlich für das geringere Einsatzaufkommen gewesen sein. Erfahrungsgemäß steigert sich die Anzahl der Einsätze sowie die festgestellten Schäden im Verlauf des 01.05.2016 weiter, da erst im Nachgang eine Vielzahl an Anzeigen bei der Polizei erstattet werden.

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