Donnerstag, 2. Juni 2016

Landkreis Rottal-Inn: 4 Tote Personen - Plünderer festgenommen - Lage bleibt angespannt

Landkreis Rottal-Inn: 4 Tote Personen - Plünderer festgenommen - Lage bleibt angespannt
Archivfoto
Die Lage im Landkreis Rottal-Inn ist trotz leicht zurückgehender Pegelstände nach wie vor angespannt. Vier Tote sind bislang aus der betroffenen Region zu beklagen. Zwei Personen sind derzeit noch als vermisst gemeldet worden. Entsprechende Suchmaßnahmen, auch mit Tauchern werden im Laufe des Vormittages fortgesetzt. Probleme bereitet derzeit auch die Verkehrssituation, weil Verkehrsteilnehmer unvernünftiger Weise gesperrte Straßen befahren und dabei z. T. schon verunfallt sind. Eindringlich werden die Verkehrsteilnehmer in den vom Hochwasser betroffenen Regionen gebeten, die Verkehrssperrungen unbedingt zu beachten. 
Anzeige
Die Radiosender werden gebeten, entsprechende Durchsagen an die Bevölkerung zu machen. Des Weiteren wird gebeten, die Bereiche Simbach am Inn, Tann, Triftern, Zeilarn, Anzenkirchen, Kirchdorf am Inn, Lanhofen, Untertürken, Bad Griesbach OT Wenig und Ruhstorf an der Rott weitgehend zu meiden. Vier Menschen verloren bislang wie bereits erwähnt aufgrund der Wassermassen ihr Leben. In einem Haus in Simbach am Inn wurden die Leichen von drei Frauen im Alter von 78, 56 und 28 Jahren aufgefunden, in Julbach starb eine 80-jährige Frau. In einer Schule in Triftern saßen 14 Schüler in ihren Klassenräumen bzw. in der Turnhalle fest. Sie mussten die Nacht in der Schule verbringen, wurden dort betreut und versorgt. An dieser Schule findet heute selbstverständlich kein Unterricht statt. 
Anzeige
Auch erste Plünderer wurden in Simbach am Inn vorläufig festgenommen. Sie entwendeten aus Pkws Gegenstände. Innerhalb 24 Stunden ab Mittwochfrüh, 01.06.16, 11.00 Uhr, mussten durch die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern in Straubing annähernd 220 hochwasserbedingte Einsätze abgearbeitet und koordiniert werden. Rund 680 Notrufe gingen aus den betroffenen Gebieten in der Einsatzzentrale ein. Alle Einsatzkräfte sind nach wie vor im Dauereinsatz. Feuerwehren, Rettungsdienste, THW und Polizei, sowie zahlreiche freiwillige Helfer leisten rund um die Uhr Außergewöhnliches, um das Ausmaß der Personen- und Sachschäden einigermaßen in Grenzen zu halten. (Polizei)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen